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2. Juni 2023

WIEN RUND UM 1900 – Die späte Romantik und wo sie aufhörte … – Anrechtskonzert

VI. Sinfoniekonzert

Arnold Schönberg: Einführung zum Werk GMD Robbert van Steijn – Kammersinfonie op. 9 | Alexander von Zemlinsky: Symphonie Nr. 2 B-Dur

Die erste Kammersymphonie Arnold Schönbergs ist die Brücke zwischen der Spätromantik und der freien Atonalität und wird als „Klassiker“ der Moderne betrachtet. Wie es dazu kam, erläutert 
GMD Robbert van Steijn zu Beginn des Konzerts und stimmt damit ein, auf eines der Schlüsselwerke der jüngeren Musikgeschichte. Am 9. September 1897, 4 Monate nach Brahms’ Tod,  vollendete Alexander von Zemlinsky seine 2. Symphonie in B-Dur. Diese Symphonie mit ihren teils versteckten, teils offenkundigen zyklischen Bezügen, welche mitunter deutlich an Brahms,
Dvořák und Bruckner erinnern, bildet den beeindruckenden Abschluss seines Frühwerks und weist zugleich in zwar ambitionierter, jedoch unspektakulärer Weise auf Kommendes hin. Der Schlusssatz in Passacaglia-Form ist unzweifelhaft eine Hommage an seinen Mentor Johannes Brahms und verweist in selbständiger Weise auf das Finale von dessen Vierter Symphonie.  Zusammen mit der Symphonie in G-Dur von Robert Gound erhielt Zemlinskys Symphonie in B-Dur 1898 den vom Tonkünstlerverein und von Brahms gestifteten Beethoven-Preis zuerkannt.
Am 5. März 1899 wurden beide Werke in einem Sonderkonzert der Wiener Philharmoniker, dirigiert von den Komponisten, uraufgeführt.

Datum:
Freitag, 02.06.2023
Uhrzeit:
19:30
Location:
Kulturhaus Böhlen
Adresse:
Leipziger Str. 40
04564  Böhlen bei Leipzig

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.

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