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18. Dezember 2021

3. Sinfoniekonzert „WINTER auf dem Lande“ (Anrecht)

Johann Sebastian Bach: Suite Nr. 2 h-Moll BWV 1067
René Möckel:                    Four Seasons I Vier Jahreszeiten
Peter I. Tschaikowski:     Sinfonie Nr. 1 g-Moll op. 13 „Winterträume“

 

2020 begeht die Musikwelt den 270. Todestag eines Komponisten, der nach heutigen Maßstäben zu seiner Zeit ein Popstar war! Johann Sebastian Bachs (1685 – 1750) sogenannte H-Moll-Suite ist bis heute eine seiner populärsten Kompositionen und eine musikalische Begegnung zwischen Frankreich und Italien. Obwohl er diese Länder niemals bereist hat, war er mit dem musikalischen Repertoire der beiden, damals führenden Musik-Nationen bestens vertraut und wußte die typischen Züge der französischen wie der italienischen Musik mit der gelehrten deutschen Kompositionsart einfallsreich zu verbinden. Die Suite entstand wahrscheinlich um 1720, als Bach „Hochfürstlich-Anhalt-Cöthenscher Capellmeister“ war.

Der Markkleeberger René Möckel komponierte LE QUATTRO STAGIONI (DIE VIER JAHRESZEITEN) für das NeuSeenland-Musikfest mit dem Auftrag, dieses Thema – weltweit bekannt durch die gleichnamigen Kompositionen von Antonio Vivaldi und Astor Piazzolla – aus dem Blickwinkel unserer Zeit zu betrachten. Mit dem Akkordeonisten Uwe Steger wurde ein kongenialer Partner gefunden, dem es gelingt, die emotionalen und virtuosen Möglichkeiten seines Instruments voll auszuschöpfen und das Werk zu einem nachhaltigen Erlebnis werden zu lassen.

Moskau, 15. Februar 1868: Peter Tschaikowskis (1840 – 1893) 1. Symphonie wird mit beachtlichem Erfolg uraufgeführt. „Winterträume“ heißt sie – schockgefrostete Momentaufnahmen und impressionistisch neblige Klangbilder reihen sich aneinander. Schnee funkelt in der fahlen Wintersonne, ein Pferdeschlitten gleitet durch ein lichtes Birkenwäldchen. Eisblumen wachsen an der Fensterscheibe, in der Stube brodelt der Samowar… Tschaikowski macht dem berühmt-berüchtigten russischen Winter mit all seinen Erscheinungen eine stimmungsvolle Liebeserklärung. Und doch würde statt „Winterträume“ der Titel „Winteralpträume“ die Sache viel genauer beschreiben. Knapp zwei Jahre plagt sich Tschaikowski mit der Entstehung seiner Ersten. Selbstzweifel überrollen ihn wie eine Lawine. „Ich bin nutzlos, ich bin eine Null“, sagt er. Tagsüber kann Tschaikowski mit Mühe und Not einen einigermaßen geregelten Alltag hinbekommen: Unterrichten am Konservatorium, Korrespondenz erledigen und ausgedehnte Spaziergänge unternehmen.Nachts jedoch tost ein Schneesturm in seinem Inneren. BR KLASSIK, 15.02.2018 von Sylvia Schreiber

Katharina Böhm-Prokein – Querflöte | Uwe Steger – Akkordeon

René Möckel – Piano | Robbert van Steijn – Dirigent

Datum:
Samstag, 18.12.2021
Uhrzeit:
19:30
Location:
Lindensaal Markkleeberg
Adresse:

  Markkleeberg

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.

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